Pflegegeräte
Teil von Pflegegeräte für Grünflächen: Akku oder Benzin im Vergleich
Welche Heckenschere eignet sich für den GaLaBau?
Welche Heckenschere eignet sich für den GaLaBau? Kriterien wie Watt, Gewicht, Schnittlänge plus Anbieter, Preise und Prüfpflichten im Überblick.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Akku-Heckenscheren mit 36 bis 82 Volt Systemspannung sind im GaLaBau für die meisten Pflegeeinsätze die wirtschaftlichste Lösung.
- Entscheidend sind Leistung, Gewicht und Schnittlänge: 400 bis 700 Watt, 3,0 bis 4,5 Kilogramm, 55 bis 75 Zentimeter.
- Mittelklasse-Geräte kosten brutto 450 bis 700 Euro, Profi-Modelle im Set bis 1100 Euro.
- Kabelgebundene Heckenscheren ab etwa 130 Euro brutto decken kurze Einsätze mit Stromanschluss ab.
Antriebsarten und ihre typischen Kennwerte
Im GaLaBau sind drei Antriebsarten üblich. Kabelgebundene Elektro-Heckenscheren bleiben die günstige Wahl für kurze Einsätze in Reichweite einer Steckdose. Akkugeräte dominieren die Pflege weitläufiger Anlagen, weil sie ohne Stromanschluss arbeiten und deutlich leiser laufen. Benzin-Heckenscheren halten sich dort, wo den ganzen Arbeitstag geschnitten wird und Ladeinfrastruktur fehlt.
| Antrieb | Leistung | Gewicht | Schnittlänge | Preis brutto |
|---|---|---|---|---|
| Akku, 36 bis 82 Volt | Systemspannung statt Wattangabe | 3,0 bis 4,5 kg ohne Akku | 55 bis 75 cm | 300 bis 1100 Euro |
| Benzin | 0,6 bis 0,9 kW | 4,8 bis 6,2 kg | 55 bis 75 cm | 400 bis 800 Euro |
| Elektro mit Kabel | 400 bis 700 W | 3,0 bis 4,0 kg | 45 bis 65 cm | 130 bis 300 Euro |
Die Tabelle nennt Richtwerte gängiger Profi- und Semiprofimodelle. Herstellerangaben weichen je nach Messer, Ausstattung und Akkugröße ab.
Leistung, Gewicht und Schnittlänge richtig einordnen
Die Leistungsaufnahme in Watt ist bei kabelgebundenen Geräten die wichtigste Kennzahl. 400 bis 500 Watt genügen für locker wachsende Hecken, 600 bis 700 Watt für dichte Triebe und lange Einsätze. Bei Akkugeräten ersetzt die Systemspannung die Wattangabe. 36 Volt decken Standardschnitte ab, 40 bis 82 Volt stehen für Profi-Klassen mit höherer Hubzahl.
Hubzahl und Zahnabstand bestimmen das Schnittbild. Üblich sind 2500 bis 3500 Hübe pro Minute und ein Zahnabstand von 30 bis 35 Millimetern. Ein größerer Abstand erlaubt Schnitte in stärkere Äste, hinterlässt an feinen Trieben aber rauere Schnittflächen.
Das Gewicht entscheidet über die Tagesleistung. Benzin-Heckenscheren wiegen 4,8 bis 6,2 Kilogramm, Akkugeräte 3,0 bis 4,5 Kilogramm ohne Akku, dazu kommen 0,8 bis 1,5 Kilogramm für den Energiespeicher. Bei Schnittarbeiten über Kopf an drei Meter hohen Hainbuchen macht sich jedes Kilogramm nach zwei Stunden bemerkbar.
Bei der Schnittlänge gilt: 60 bis 75 Zentimeter für freie Flächen und lange Hecken, 50 bis 60 Zentimeter für Formen, Ecken und Nacharbeiten. Kürzere Messer sind leichter und lassen sich präziser führen.
Anbieter und Preise
Akkugeräte für den professionellen Einsatz liefern Stihl, Husqvarna, Makita, Pellenc und Ego Power+. Zu den bekannten Modellen zählen die Stihl HSA 94 T, die Husqvarna 520iHT4 und Heckenscheren der Makita-DUH-Reihe. Bei Benzinern sind Stihl HS 45 und Stihl HS 82 verbreitet.
Typische Preise brutto einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer, wie sie im Fachhandel aufgerufen werden:
- Akku-Heckenschere der Einstiegsklasse, 36 Volt, ohne Akku: 250 bis 400 Euro.
- Akku-Heckenschere der Profiklasse, 36 bis 82 Volt, ohne Akku: 450 bis 800 Euro.
- Set aus Gerät, Akku und Ladegerät: 450 bis 1100 Euro.
- Benzin-Heckenschere mit 0,6 bis 0,9 Kilowatt: 400 bis 800 Euro.
- Kabelgebundene Heckenschere mit 500 bis 700 Watt: 130 bis 300 Euro.
Beispielrechnung für eine Kolonne
Ein Zweier-Trupp erhält zwei Akku-Heckenscheren der Profiklasse zu je 650 Euro brutto, also 1300 Euro. Dazu kommen vier Wechselakkus zu je 150 Euro brutto, das sind 600 Euro. Die Ausstattung kostet damit 1900 Euro brutto und deckt einen Arbeitstag ohne Ladeunterbrechung ab.
Wer nur kurze Formhecken pflegt, kommt mit einer kabelgebundenen Heckenschere für 200 Euro brutto günstiger weg.
Sicherheit, Pflichten und Wartung
Heckenscheren zählen zu den Arbeitsmitteln, die eine Unterweisung und wiederkehrende Prüfung verlangen. Welche Regeln für Betrieb und Prüfung gelten, bündelt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung in ihren Vorschriften, Regeln und Informationen. Zur Grundausstattung gehören Gehörschutz, Schutzbrille und griffige Handschuhe.
Handgeführte Elektrowerkzeuge müssen die Sicherheitsanforderungen der Normenreihe DIN EN 62841 erfüllen. Was DIN-Normen sind und wie sie entstehen, erklärt das Deutsche Institut für Normung.
Wann ein Rückschnitt dem Gehölz bekommt, hängt von Art, Standort und Jahreszeit ab. Hinweise dazu liefern die Versuchs- und Beratungsergebnisse der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau.
Zur Wartung gehören geschärfte Messer, nachgezogene Schrauben und geprüfte Kabel. Akkus werden bei 10 bis 30 Grad Celsius geladen, weil Kälte die Kapazität senkt.
Häufige Fragen
Welche Schnittlänge ist sinnvoll?
Für lange Hecken und Freiflächen 60 bis 75 Zentimeter, für Formen und Nacharbeiten 50 bis 60 Zentimeter. Ein zweites kurzes Messer pro Kolonne ist praktisch.
Reicht ein Akku für einen Arbeitstag?
Bei 36-Volt-Geräten sind je nach Heckendichte zwei bis drei Akkus pro Gerät realistisch. Profi-Klassen mit 40 bis 82 Volt arbeiten mit einem Wechselakku länger.
Was kostet eine Heckenschere für den GaLaBau?
Kabelgebundene Geräte ab 130 Euro brutto, Akku-Mittelklasse 450 bis 700 Euro brutto, Profi-Sets bis 1100 Euro brutto.
Muss eine Heckenschere geprüft werden?
Ja. Die Prüffristen ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung des Betriebs, Rahmenbedingungen nennt die DGUV.