
Pflegegeräte
Teil von Pflegegeräte für Grünflächen: Akku oder Benzin im Vergleich
Rasenmäher im Vergleich: Sichelmäher, Spindelmäher, Roboter
Rasenmäher Vergleich für Kommunen und GaLaBau: Sichelmäher, Spindelmäher und Mähroboter mit Herstellern, Schnittbild, Flächenleistung und Preisen in Euro.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sichelmäher von AS-Motor und Toro arbeiten mit rotierender Klinge und verkraften hohes Gras.
- Spindelmäher von Toro und Jacobsen liefern auf Sport- und Golfplätzen das feinste Schnittbild.
- Profi-Mähroboter von Husqvarna und Stihl mähen bis etwa 5.000 Quadratmeter je Gerät.
- Netto-Orientierungspreise reichen von rund 1.500 Euro bis über 45.000 Euro.
- Betriebskosten entstehen durch Diesel, Strom, Schleifservice, Akkus und Wartung.
Schnittbild und Technik
Sichelmäher tragen eine waagerecht rotierende Klinge. Sie schlägt das Gras ab und zieht es nach oben, deshalb bleibt das Schnittbild auch bei hohem Aufwuchs stabil. Die Halmspitzen fransen aus, für Gebrauchsrasen genügt das. Kommunen mähen damit Böschungen, Deiche und Baustellen, weil Steine der Klinge weniger schaden als einer Spindel.
Spindelmäher schneiden mit einer rotierenden Spindel gegen ein festes Untermesser. Der Schnitt ähnelt einer Schere, die Halme werden glatt durchtrennt. Toro und Jacobsen liefern Spindeln mit fünf bis elf Messern, das Bild ist dichter und gleichmäßiger. Steine und Äste beschädigen die Messer schnell, geschliffen wird in kurzen Intervallen.
Mähroboter fahren feste Bahnen und mulchen kleine Mengen. Weil sie täglich unterwegs sind, bleibt der Aufwuchs kurz. Sie benötigen Begrenzungsdraht oder GPS-Karten und eine Ladestation mit Stromanschluss. Auf verwinkelten Flächen mit Bäumen und Beeten steigt der Einrichtungsaufwand.
Wie stark Standort, Boden und Pflegeintensität das Ergebnis bestimmen, zeigen die Versuchs- und Beratungsergebnisse der LWG Bayern zum Gartenbau. Für gleichmäßige Zierrasenflächen zählt die Schnittfrequenz, nicht die Motorleistung.
Hersteller, Modelle und Preise
Die Übersicht nennt Anbieter, Bauart und Orientierungspreise netto; die Werte sind Marktpreise und schwanken mit Ausstattung, Arbeitsbreite und Händler.
| Anbieter | Bauart | Beispielmodell | typische Fläche | Orientierungspreis netto |
|---|---|---|---|---|
| AS-Motor | Sichelmäher, handgeführt | AS 62 | Böschungen, Randstreifen | 1.500 bis 3.000 Euro |
| Amazone | Sichelmäher, Aufsitz | Profihopper | große Sammelflächen | ab 25.000 Euro |
| Toro | Sichelmäher, Aufsitz | Groundsmaster 360 | Park- und Sportflächen | 25.000 bis 45.000 Euro |
| Jacobsen | Spindelmäher | Greens King | Golf- und Sportrasen | 25.000 bis 50.000 Euro |
| Husqvarna | Mähroboter | Automower 450X | bis 5.000 Quadratmeter | 3.000 bis 5.000 Euro |
| Stihl | Mähroboter | iMow 632 P | bis 5.000 Quadratmeter | 3.000 bis 4.000 Euro |
Aufsitz-Sichelmäher von Toro und Amazone arbeiten mit Arbeitsbreiten von rund 1,5 bis 2,0 Metern. Profi-Spindelmäher liegen bei 0,8 bis 1,5 Metern, handgeführte Sichelmäher decken 0,4 bis 0,6 Meter ab.
Husqvarna bietet mit dem Automower 550 EPOS ein Modell ohne Begrenzungsdraht, das per RTK-Signal navigiert. Stihl setzt beim iMow 632 P weiterhin auf Kabel. Für Sportplätze und Golfanlagen kommen RTK-Roboter von Echo Robotics und Belrobotics infrage, deren Preise die Anbieter auf Anfrage nennen.
Nach dem Schnitt entscheidet die Bewässerung über die Narbendichte. Beregnungssysteme von Hunter Industries arbeiten mit Tropf- und Sprühlinien für unterschiedliche Flächenzuschnitte.
Kosten und Beispielrechnung
Öffentliche Auftraggeber kalkulieren Kaufpreis, Wartung, Messerverschleiß und Personal. Neben der Anschaffung fallen Kosten für Schleifservice, Akkus, Diesel und Unterstellplatz an. Die folgende Rechnung arbeitet mit angenommenen Werten und ist keine Angebotskalkulation.
Beispielrechnung für 20.000 Quadratmeter
Angesetzt werden zwei Varianten mit je acht Jahren Nutzungsdauer. Variante eins: ein Aufsitz-Sichelmäher vom Typ Toro Groundsmaster 360 für 30.000 Euro netto, dazu 2.500 Euro netto Wartung und Verschleiß je Jahr. Über acht Jahre summiert sich das auf 50.000 Euro netto.
Variante zwei: vier Mähroboter zu je 4.000 Euro netto, dazu 300 Euro netto Wartung je Gerät und Jahr. Damit ergeben sich 25.600 Euro netto. Installationskosten für Begrenzungsdraht, RTK-Referenz und Ladestation kommen hinzu.
Der Kaufpreis allein sagt wenig über die Wirtschaftlichkeit. Beim Roboter bleiben Randarbeiten, Kanten und Beete in Handarbeit. Beim Aufsitzmäher steigt der Personaleinsatz je Durchgang.
Auswahl in vier Schritten
- Flächengröße, Zuschnitt und Hindernisse aufnehmen und in einer Karte festhalten.
- Schnittbild festlegen, Spindeltechnik nur auf ebenem, steinfreiem Untergrund.
- Maschinenstunden, Wartungsintervalle und Personaleinsatz je Durchgang berechnen.
- Angebote vergleichen und Ersatzteilversorgung sowie Einweisung prüfen.
Unterweisung und Sicherheit
Mähgeräte gehören zu den Maschinen, die im Betrieb regelmäßig geprüft und unterwiesen werden. Die Vorschriften und Regeln der DGUV bündeln die Vorgaben zu Schutzausrüstung, Prüffristen und Betriebsanweisung.
Häufige Fragen
Welcher Typ eignet sich für Böschungen?
Sichelmäher. Handgeführte Modelle wie der AS-Motor AS 62 arbeiten dort sicherer als Spindel oder Roboter.
Wann lohnt sich ein Spindelmäher?
Auf Sportplätzen, Golfanlagen und repräsentativen Grünflächen mit ebenem, steinfreiem Untergrund. Dort zahlt sich das gleichmäßige Schnittbild aus.
Was kosten die drei Typen?
Orientierungswerte netto: handgeführte Sichelmäher ab 1.500 Euro, Aufsitz-Sichelmäher ab 25.000 Euro, Profi-Mähroboter 3.000 bis 5.000 Euro je Gerät.
Was ist beim Arbeitsschutz zu beachten?
Prüffristen, Unterweisung und Schutzausrüstung richten sich nach den Vorgaben der DGUV. Betriebsanweisungen gehören zur Geräteakte.
Müssen Rasenflächen nach dem Mähen bewässert werden?
Bei langer Trockenheit sichern Regner und Steuerungen die Narbendichte. Bodenfeuchtesensoren oder Zeitprogramme senken den Wasserverbrauch.



